NLP steht für Neuro Linguistisches Programmieren. Grundansatz dieser Tätigkeit ist die Annahme, daß Menschen in Programmen denken und Programme, also Denk- und Verhaltensmuster in ihrem Gehirn abspeichern. Einmal erlernte Programme können immer wieder bewußt und später unbewußt aufgerufen werden. NLP Denker halten es für eine Fehlannahme der Menschheit, daß man einmal erlernte Programme nicht ändern kann.
Ein klassisches Beispiel für die Nutzung von NLP Techniken ist die Angstbekämpfung. Während die klassischen psychotherapeuthischen Programme mit Konfrontation arbeiten, geht NLP einen anderen Weg. Dabei spielt man – einfach erklärt – das Programm, in diesem Fall die Erinnerung im Kopf ab, füllt diese mit neuen Eindrücken, beispielsweise mit lustiger Hintergrundmusik, und am Ende läßt man das Programm rückwärts ablaufen, wie wenn man einen Film im Videorecorder im Bildlauf zurückspult. Klingt verrückt?
Ein anderes Beispiel für ein erlerntes Programm ist die Tür. Bei einem NLP Experiment wurden die Tester vor eine Tür gestellt, die sie öffnen sollten. Das einzige Problem war, daß die Türangel an der Seite war, an der auch die Türklinke saß. Keiner der 10 Probanden schaffte es innerhalb der ersten 10 Minuten, die Tür zu öffnen – das Programm, wie man Türen öffnet, war bereits im Unterbewußtsein abgespeichert.
Neben dem NEURO-logischen Ansatz kommt die Linguistik ins Spiel. Wie übermitteln Sie Botschaften? Wie sollte eine Botschaft strukturiert sein, um beim Adressaten anzukommen? Wie können Sie mit Ihrer Stimme arbeiten? Als gängige Beispiele für NLP Sätze gilt beispielsweise der negierte Satz: „Denke nicht an Elefanten mit rosa Punkten!“ Das Gehirn des Menschen ist nicht dafür gemacht, negierte Sätze zu verstehen, d.h. das Wort „nicht“ wird einfach ignoriert. Oder woran haben Sie gerade gedacht?
Mittels solcher linguistischer Techniken lassen sich Botschaften in Sätze einfügen, die nur das Unterbewußtsein des Adressaten erreichen.
Die Kommunikation kann visuell (sehen), auditiv (hören), kinästhetisch (fühlen), olfaktorisch (riechen) und gustatorisch (schmecken) erfolgen. Wenn die Kommunikation beim Adressaten ankommt, werden erlernte Filter, also Programme in Form von erlernten Erinnerungen, Werten, Verzerrungen und Überzeugungen darauf angewendet.
In den folgenden Artikeln über NLP werde ich auf verschiedene Techniken und Übungen in der Praxis eingehen.